In den vergangenen zwei Jahren haben sich Apps endgültig von der Spielerei hin zum Must Have in allen Lebenslagen entwickelt. Apps unterstützen das Einkaufen in Form des digitalen Einkaufszettels und der Wegeführung zum Produkt. Apps optimieren Abläufe in Unternehmen im Bereich der Zeiterfassung und der internen Kommunikation. Apps steuern Geräte und überwachen die Fertigungsabläufe in der Industrie. Mobile ist auch in 2019 nicht wegzudenken. Einige Bereiche werden sich stärker entwickeln, andere weniger. Wir zeigen die Trends im Bereich Mobile für die kommenden 12 Monate:

1. Apps werden groß

Digitale Werbeflächen sind mittlerweile in vielen Städten und Gemeinden zu sehen. Die klassischen Displaylösungen im DooH-Bereich werden durch mobile Anwendungen abgelöst und damit die Einsatzgebiete vervielfacht. Digital Signage wird damit auch 2019 eine große Rolle spielen. Dabei steht die Einfachheit noch mehr im Vordergrund, für den Anwender und auch für den Informationsgeber. Intuitiv zu bedienende Admintools erleichtern das Management und die Fernwartung der einzelnen Screens.

Eine spezielle Anwendung im Bereich Digital Signage ist die Wegeführung und deren interaktive Variante, die Indoor-Navigation. In Kombination mit einer digitalen Einkaufsliste, die nach dem Laufweg sortiert wird, entsteht ein komfortables Einkaufserlebnis für den Kunden und ein weiteres Einkaufsanalysewerkzeug für den Händler um die Bedürfnisse der Kunden noch besser zu erkennen.

2. Natural User Interfaces und Künstliche Intelligenz (KI)

Das Thema künstliche Intelligenz geht mit der steten Weiterentwicklung der Smartphone einher. Die einzelnen Punkte auf der ToDo-Liste werden wie von Zauberhand logisch in den Kalender eingetragen. Die nächste Generation der Smartphones reagiert verstärkt auf Spracheingaben und auch Amazons Alexa und Google Assistant werden weiter in den Tagesablauf integriert.

Chatbots werden weiter verbessert und dienen mehr und mehr der fairen und neutralen Beratung. Der digitale Mitarbeiter punktet hier mit stets bester Laune, lückenloser Anwesenheit und der Möglichkeit Änderungen jederzeit umzusetzen. Unternehmen können damit ihr Servicelevel erhöhen und Prozesse optimieren.

3. Mobile Payment

Spätestens seit Apple Pay auch in Deutschland genutzt werden kann, ist „Mobile Payment“ nahezu Jedem ein Begriff. Die Akzeptanz beim Handel und auch beim Endkunden ist dennoch vergleichsweise gering. 2019 wird zumindest die Akzeptanz seitens der Händler steigen. Inwieweit der Kunde sich mit dem Thema anfreunden wird, bleibt abzuwarten.

4. Augmented Reality (AR)

Die potentielle neue Couch direkt ins Wohnzimmer beamen? Das geht spätestens mit der neuen App eines großen schwedischen Möbelhauses.

Die Verbraucher gewöhnen sich durch Anwendungen wie die IKEA-App oder auch Pokémon Go mehr und mehr an AR-Erfahrungen in ihrem Alltag. So werden die Hindernisse für den Zugang zur Geschäftsakzeptanz weiter sinken. Mobile AR hat ein enormes Potenzial. Es ist zu erwarten, dass AR zu Evolutionen in der Werbung führt, im privaten Umfeld noch umfassender genutzt wird und auch den einen oder anderen Prozess in der Fertigung rationalisiert.

5. B2B/Produktivität

Mobile Anwendungen werden im B2B Bereich mittlerweile als Notwendigkeit betrachtet, galt es doch vor einigen Jahren noch als optional. Apps dienen nicht mehr nur zur Imagepflege und als Kanal für PR-Maßnahmen.

Mobile Anwendungen werden immer stärker auch unternehmensintern eingesetzt, sei es zur komfortablen Zeiterfassung, Antragstellung und Schichtplanung oder auch für die interne Kommunikationen mit Mitarbeitern, die keinen computergestützten Arbeitsplatz haben. Entsprechende Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen auch die interne Kommunikation und der Email-Posteingang enthält dadurch nahezu nur Mails, denen man auch Beachtung schenken sollte.

 

Fazit

Apps werden dann akzeptiert und genutzt, sobald der Anwender dadurch eine komfortablen Vorteil oder eine Vereinfachung seiner Abläufe erfährt. AR wird in den kommenden Monaten und auch Jahren viel Einfluss auf die Usability nehmen.

Unternehmensintern wird im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der ein oder andere Prozess mit einer mobilen Anwendung optimiert – wenn nicht sogar revolutioniert. Wie in vielen Bereichen spielt die Akzeptanz aber auch die Risikobereitschaft neue Wege zu gehen eine große Rolle inwieweit neue und vielleicht auch disruptive Technologien etabliert werden. 2019 wird definitiv ein spannendes Jahr im Bereich Mobile, aber auch für uns als Fabrik19. Wir freuen uns drauf.