Feierabend:digital #7 widmet sich dem agilen Projektmanagment

Agilität gehört seit geraumer Zeit zu den populärsten Buzzwords im Businessumfeld. Jedes Unternehmen will agil sein. Doch was bedeutet Agilität überhaupt? Und ist sie tatsächlich der Schlüssel zum Erfolg? In einer dreiteiligen Serie widmet sich die Fabrik19 in ihrer Eventreihe „Feierabend:digital“ dem Thema „Agiles Projektmanagement in KMUs“. Zum Auftakt wurde nun bereits deutlich, warum agiles Projektmanagement sowohl zur Steigerung der Effizienz als auch zum Teamgeist beitragen kann.

„Wir entwickeln Software und das verbindet man klassisch mit agilem Projektmanagement. Doch wie läuft es in anderen Branchen? Das werden wir im zweiten Teil erfahren“, gab Fabrik19-Geschäftsführer Mark Pralle einen ersten Einblick in die Serie. Das Technologieunternehmen selbst sammelt seit geraumer Zeit Erfahrung im agilen Projektmanagement. „Doch erst seit Konstantin Schulz als Agile Coach an Bord ist, wird Scrum nach Buch gemacht“, so Pralle. Was das konkret bedeutet, stellte der Agile Coach den zahlreichen Teilnehmern vor: Die Entstehungsgeschichte wurde dabei ebenso aufgezeigt wie die Prinzipien des agilen Arbeitens und die Auswirkungen auf die Projektplanung. Detailliert ging Schulz auf Scrum ein, verdeutlichte Rollen, Prozesse und beschrieb die Scrum Events. „Doch Scrum funktioniert erst, wenn die fünf Werte – Verpflichtung, Mut, Fokus, Offenheit, Respekt – täglich gelebt und auf die Probe gestellt werden“, betonte der Experte.

Scrum und die Medientage München

Wie die Theorie in der Praxis funktioniert, wurde im anschließenden Expertengespräch mit Marina Diemer, Eventmanagerin bei der Medientage München GmbH, deutlich. Die Medientage München gelten als DAS Kongress-Highlight der Medienbranche mit über 7000 Besuchern jährlich und einer über 30-jährigen Tradition. 2020 musste der Branchentreff, den die Fabrik19 seit mehreren Jahren digital begleitet, angesichts der Corona-Pandemie erstmals komplett online stattfinden. „Im April, Mai wurde schnell klar, dass wir keine physische Veranstaltung planen können. Uns war vollkommen klar, dass wir eine digitale Variante der Medientage München umsetzen müssen. Zu der Zeit gab es noch nicht so viele Veranstaltungen online, wo wir hätten spicken können, also haben wir versucht, die klassischen Elemente so gut es geht ins Digitale zu transferieren“, berichtet Diemer.

Die Medientage München – 2020 erstmals vollkommen digital.

Mittlerweile seien alle Beteiligten schlauer, wie eine reine Online-Veranstaltung funktioniert und dass sie sich in Teilen von einem physischen Event unterscheidet: „Wir wissen jetzt besser, was der Besucher braucht. Networking ist es zum Beispiel nicht“, so die Eventmanagerin, die bisher vertraut mit dem Thema „Projektmanagement“ war, aber erst durch die Fabrik19 mit Scrum in Kontakt kam.

Aus Kundensicht

Letztendlich half Scrum im Projekt nicht nur, innerhalb kürzester Zeit die Anforderungen umzusetzen, sondern hat als Tool auch das Medientage-Team in Zeiten von Homeoffice unterstützt: „Wir haben zweiwöchentlich im Sprint Planning gelernt, was umsetzbar ist und was vielleicht auch schmerzhaft ist. Wir haben gelernt, Userstorys zu schreiben und den Blick des Kunden einzunehmen.“

Nach dem überaus positiven Resümee wagte Mark Pralle einen Blick in die Zukunft: „Es lief so gut, dass wir es dieses Jahr fortsetzen. So viel kann ich verraten.“ Auch dieses Mal unterstützten die J+P Gruppe sowie das Regionalmanagement Mittelhessen die Veranstaltung, die mit dem Feierabend:digital #8 am 27. Mai, 17.30 Uhr, fortgesetzt wird. Dann werfen die Teilnehmer einen Blick auf das agile Projektmanagement in anderen Branchen.